Prag - Die Stadt der hundert Türme

Die Gründung der Stadt Prag wurde einst von der Stammmutter der Tschechen, Libussa, prophezeit. Die Stadt an der Moldau weist nicht nur unglaubliche architektonische Schönheit sondern auch eine reiche Geschichte auf. Ich werde euch hier keine historischen Fakten aufzählen, aber ich möchte euch alle möglichen Sehenswürdigkeiten vorstellen und werde diese Seite immer erweitern, wenn wir mal wieder einen Trip nach Prag machen.

Anreise und ÖPNV in Prag

Wer in Prag mit dem Auto anreist, der sollte lieber außerhalb der Stadt parken und mit der Metro in die Stadt fahren (außer ihr habt natürlich einen Hotelparkplatz ergattert). In Prag kann man als Tourist quasi gar nicht parken. P+R Parklplätze mit Metro-Anbindung findet ihr hier: P+R. Die Preise sind alle ungefähr gleich. Wir haben zuletzt für 3 Nächte rund 15,00€ bezahlt.

Auch die Metro-Preise sind im Vergleich zu deutschen Preisen ziemlich günstig. Hier findet ihr verschiedenen Pläne des ÖPNV-Netz in Prag.

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Fahrkartenpreise in der Übersicht
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Metroplan
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Food in Prag

In Prag kann man wie in jeder großen Stadt eigentlich alles an Essen finden und natürlich auch zu jeder Preisspanne. Es ist ja allgemein bekannt, dass das traditionelle tschechische Essen in Prag recht günstig zu finden ist. Außerdem gibt es da auch noch super leckere Süßigkeiten zu entdecken.

Restaurace Století

Ich möchte euch zuerst ein Restaurant empfehlen, welches nicht super günstig ist wie viele andere, sondern in die normale typisch deutsche Preiskategorie fällt. Das Restaurace Století ist ein ganz einfaches Restaurant, aber super lecker, sehr zentral gelegen und das Personal spricht super Englisch und ist sehr zuvorkommend.

 

Weitere Informationen sowie das Menü und einen Einblick in das Restaurant, findet ihr hier: Restaurace Století


Trdelník

Die typisch tschechische Süßspeise wird in Prag an jeder Ecke verkauft. Deren Zubereitung kann immer live beobachtet werden. Nachdem der Trdelník gebacken wurde, wird er in einer Nuss -Vanille-Zucker-Zimt-Mischung gewälzt. Himmlisch kann ich nur sagen! Ihr könnt entweder die klassische Variante wählen (rechts oben) oder ihr gönnt euch eine kleine Sünde aus den vielen möglichen Variationen. Wie zum Beispiel mit Schokolade, Erdbeeren und Sahne!


Aussichtspunkte in Prag

Wer eine Stadt besucht, sollte auch immer deren Schönheit von oben betrachten. Deswegen gehören Aussichtspunkte für uns immer zu einer Besichtigungstour dazu.

Zum einen gibt es das Letná-Plateau mit dem Metronom und einem tollen Ausblick auf die Moldau und die Brücken Prags (siehe Titelbild). Diese Aussicht könnt ihr kostenfrei genießen und erfordert nur ein bisschen Beinarbeit, um die Treppen zu erklimmen.

Vom Astronomieturm des Klementinum habt ihr auch eine tolle Aussicht direkt über die Altstadt. Allerdings kostet das 10,00€ und ihr müsst eine Führung mitmachen.

Das Tanzende Haus bietet auch eine tolle Aussicht über Prag. Diese könnt ihr mit einem Restaurantbesuch auf der Aussichtsterrasse verbinden. Sicherlich nicht die günstigste Alternative, aber sicherlich lecker.

Stadtteil Hradschin

Im Stadtteil Hradschin könnt ihr neben der Prager Burg auch noch das Lustschloss Belvedere, das Kloster Strahov, den Hradschiner Platz, das Palais Sternberg und Schwarzenberg, das St. Johannes Nepomuk Kloster, das Viertel Neue Welt und das Loreto-Heiligtum besichtigen.

Prager Burg

Die Prager Burg ist der größte Gebäudekomplex Prags und war früher die Königsresidenz. Wir waren bisher leider nur in den öffentlich zugänglichen Bereichen. Aber beim nächsten Mal wollen wir auch in den berühmten Veitsdom und ein paar weitere Gebäudeteile besichtigen.

 

Die Prager Burg besteht aus dem Ersten, Zweiten und Dritten Burghof, dem Wall- und Paradiesgarten, dem alten Königspalast und dem St. Veits Dom. Außerdem gibt es noch die St. Georgs Basilika und Kloster, das Goldene Gässchen, das Palais Rosenberg sowie Lobkowitz und das Spielzeugmuseum. Ihr seht also es gibt allerhand zu entdecken.

 

Infos zu den Öffnungszeiten und den Ticketpreisen bekommt ihr am besten hier: Prager Burg


Die Kleinseite

Die Kleinseite ist der Stadtteil unterhalb der Prager Burg mit vielen romantischen Gassen. Hier könnt ihr den Kleinseiter Ring, die St. Niklas Kirche der Kleinseite, die Palastgärten, das Palais Waldstein, das St. Thomas Kloster und Kirche, das St. Joseph Kloster, den Wrtba-Garten (Nein ich habe mich nicht verschrieben, das heißt wirklich so!), das Tschechische Musikmuseum, die Kirche Maria de Victoria, den Malteser-Platz, die Kirche Maria unter der Kette (ja auch das heißt wirklich so!), Großprior-Palais und -Platz und das Franz Kafka Museum bewundern. Schon allein beim Durchschlendern könnt ihr vieles entdecken. So auch die Nerudagasse, die Brückengasse, die Welsche Gasse, den Laurenziberg, die Moldauinsel Kampa, die John Lennon Wall und natürlich die Karlsbrücke mit den Kleinseiter Brückentürmen und dem Altstädter Brückenturm.

John Lennon Wall

Die Mauer wurde in den 80er Jahren von Fans mit einem Denkmal an ihr Beatles-Idol besprayt. 2014 hat dann eine Street-Art-Gruppe die komplette Mauer weiß gemalt und "The Wall is Over" darauf geschrieben. Sie ist mittlerweile ein sehr touristisches Ziel und besteht als "Work in Progress" weiter fort. Falls ihr also versteckte Talente besitzt, könnt ihr euch hier auslassen.


Karlsbrücke mit den Brückentürmen

Die Karlsbrücke ist nicht nur einfach die Verbindung von der Kleinseite mit der Altstadt, sondern DAS touristische Ziel. Wir haben bei unserem letzten Besuch sogar kurz nacheinander zwei Heiratsanträge beobachten können. Keine Ahnung, ob die echt oder inszeniert waren. Ihr findet auf dieser Brücke auch kleine Handwerkskunst zu kaufen und Portraitkünstler sowie Karikaturisten freuen sich auch auf euren Besuch. Auf die Brückentürme kann man übrigens auch rauf. Das werden wir hoffentlich beim nächsten Mal machen.


Die Altstadt

Die Prager Altstadt hat sich quasi seit dem 14. Jahrhundert nicht verändert. Lediglich die Gettos wurden Ende des 19. Jahrhunderts saniert. Hier findet ihr allerlei herrliche alte Gebäude, weitere Kirchen und spätestens jetzt wird klar, warum es die Stadt der hundert Türme heißt. In der Altstadt könnt ihr die Kreuzherren-Kirche, das Klementinum, die Karlsgasse, das Palais Clam-Gallas, die St. Ägidius Kirche, den Bethlehemsplatz, die Heilig-Kreuz-Rotunde, den Smetana-Kai, die Kirche St. Martin in der Mauer, die Galli-Stadt, das Ständetheater, das Karolinum und die Melanchtringasse. Außerdem findet ihr noch den Kleinen Ring und den Altstädter Ring, das Altstädter Rathaus, die Teyn-Kirche, das St. Jakob Kloster, die Zeltnergasse, das Agnes-Kloster mit der Nationalgalerie, das Rudolfinum und das Kunstgewerbemuseum.

Das Klementinum

Das Klementinum ist nach der Prager Burg der zweitgrößte Gebäudekomplex in Prag und wunderschön von innen wie von außen. Für 10,00€ könnt ihr eine Führung mitmachen. Leider darf innerhalb des Klementinums nicht fotografiert werden. Aber die Bibliothek und der Astronomieturm sind wirklich beeindruckend. Auch die Aussicht von oben ist großartig. Hier findet ihr weitere Informationen zum Klementinum und auch noch weitere Bilder.


Die Karlsgasse

Die Karlsgasse führt direkt vom Altstädter Ring zur Karlsbrücke. Sie ist die Straße der Touristen, da sie der schnellste Weg durch die Altstadt ist. Es lohnt sich einmal hindurch zu gehen, aber auch die Nebengassen zu benutzen. Die Karlsgasse ist außerdem Teil des ehemaligen Königs- und Krönungsweges vom Pulverturm zur Burg und hat somit auch historische Bedeutung.

Hier findet ihr auch viele Touristen-Geschäfte und vor allem die leckeren Trdelniks!


Der Altstädter Ring

Der Altstädter Ring ist das Herz der Altstadt Prags. Am Rande findet ihr das Rathaus, die St. Niklas Kirche der Altstadt, die Nationalgalerie und viele weitere Gebäude. In der Mitte prangt das Jan-Hus-Denkmal. 

Das Altstädter Rathaus ist berühmt für seine Astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert. Wir hatten die letzten beiden Male leider kein Glück, da das Rathaus momentan saniert wird. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück. Die Bauarbeiten sollen 2018 beendet werden.

Im Eingang der Nationalgalerie könnt ihr übrigens auch Schaukeln. Das macht sehr viel Spaß und gibt ein tolles Foto ab.


Stadtteil Josefstadt

Die Josefstadt ist ein Teil der Altstadt und bezeichnet das jüdische Viertel in Prag. Hier könnt ihr das Jüdische Museum besuchen oder eine der vielen Synagogen. Die berühmtesten sind die Altneu-Synagoge, welches die älteste für den Gottesdienst genutzte Kirche in Europa ist und die Spanische Synagoge. Außerdem befindet sich im jüdischen Viertel der alte jüdische Friedhof. Der neue Jüdische Friedhof befindet sich nicht in Josefstadt, sondern außerhalb der Innenstadt beim Universitätsklinikum.


Die Neustadt

Die Neustadt hat genauso schöne alte Gebäude wie die Altstadt zu bieten. Allerdings herrscht hier eher das normale Prager Leben ohne Tourismus und hier wird man auch eher fündig bei der Suche nach Geschäften, Cafés und Clubs. Diskotheken gibt es aber natürlich auch in der Altstadt. Diese sind nur mehr touristisch veranlagt.

In der Neustadt findet ihr den Wenzelsplatz als zentrale Achse und Hauptgeschäftsstraße Prags, das Nationalmuseum, verschiedene Einkaufsstraßen sowie Einkaufszentren, das Mucha-Museum, das Gemeindehaus und den Platz der Republik. Außerdem gibt es den Pulverturm als Zugang zur Altstadt, der St. Heinrich Glockenturm, Maria im Schnee als höchster Kirchenbau Prags, das Nationaltheater, die slawische Insel, das Tanzende Haus, den Karlsplatz und das Emmaus-Kloster.

Tanzendes Haus

Das Tanzende Haus ist direkt an der Moldau gelegen und gut zu Fuß von der Stadt erreichbar. Das Linke beschreibt die Dame und das Rechte den Herren mit Hut. Im Inneren ist eine Kunstgalerie und von oben hat man eine tolle Aussicht über Prag. Das Gebäude hat mittlerweile sogar eine Spitznamen. "Ginger und Fred" nach dem berühmten Tanzpaar Ginger Rogers und Fred Astaire.


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Kommentare: 1
  • #1

    Omi (Montag, 26 Februar 2018 16:54)

    Der Reisebericht ist dir wunderbar gelungen. Auch wir waren voriges Jahr drei Tage in Prag, haben viel gesehen und durch deine Informationen habe ich noch vieles dazu gelernt.

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