Delta Del Ebro - Camping und Natur pur

Das Ebrodelta (spanisch: delta de l'ebre) ist eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Spaniens. Im Delta wird zum Großteil Reis angebaut und es ist ein Paradies für Ornithologen. Ornithologie ist die Vogelkunde. Im Ebrodelta kann man im Winter ca. 300 der 600 in Europa bekannten Vogelarten finden, was ein riesiges Spektakel ist. Wir sind im Sommer nach dem Kloster Montserrat direkt dorthin gefahren. Natürlich mit weniger Vögeln, aber mit genauso viel herrlicher Natur!


Wir haben uns im Ebrodelta auf dem Campingplatz Eucaliptus eingebucht. Dort haben wir eine kleine Parzelle fast direkt am Strand bekommen und erstmal unser Zelt aufgebaut. Der Campingplatz ist wirklich schön. Die Sanitäranlagen waren sauber und Strom sowie W-LAN ist gegen Aufpreis an der Parzelle verfügbar. Es gibt auf dem Gelände auch kleine Ferienhäuser zum Mieten, ein Restaurant, einen Mini-Supermarkt und einen Pool (für alle, die nicht die 500 Meter zum Strand laufen wollen). Feinster Sand, riesige Wellen und kaum Menschen machen diesen Strand aus. Wirklich ein Traum! Diesen tollen Sonnenaufgang hat Basti festgehalten, als er am ersten Morgen ab 4:00 nicht mehr schlafen konnte, da die Grillen recht laut waren.

Eine Damperfahrt zur Mündung des Ebro

Tag eins haben wir ganz entspannt mit einer Dampferfahrt zur Mündung des Ebro begonnen. Leider haben wir einen rein spanischen Anbieter gewählt, sodass wir nicht viel verstanden haben, von dem was uns erzählt wurde, aber die Landschaft war schön anzusehen. Aus der Ferne konnten wir sogar Flamingos sehen. Wer Flamingos aus der Nähe sehen möchte, der sollte sich zu Fuß auf den Weg ins Delta machen.  Dort könnt ihr wie wir ganz zufällig Flamingos sogar in 50 Metern Entfernung finden.

Wanderung La Foradada

An Tag zwei sind wir von Sant Carles de la Rapida aus auf zu einer ca. sechs Kilometer langen Wanderung aufgebrochen. An der Touristeninfo erhält man dort eine kostenlose Wanderkarte. Wir sind blöderweise durch eine längere Parkplatzsuche und unser Trödeln am Morgen erst ziemlich spät aufgebrochen und mussten dann durch die spanische Mittagssonne wandern. Als wir starteten sind uns andere Wanderer lächelnd entgegen gekommen. Die waren offensichtlich schon fertig mit ihrer Runde. Der Aufstieg beginnt im Halbschatten und ist daher zu Beginn noch recht angenehm. Leider heißt es nach der Hälfte pure Sonne. Oben angekommen wurden wir mit einer tollen Aussicht und zwei leeren 1,5 Liter Flaschen Wasser belohnt. Der Rückweg ging dann aufgrund des Wassermangels etwas schneller, aber wir haben definitiv länger als die 2-3 Stunden gebraucht. Eher so 4-5 Stunden. Vielleicht haben wir auch einfach nur zu lange oben den Ausblick genossen. Eine richtige Beschilderung und detaillierte Wanderkarten kennen die Spanier übrigens nicht. Also muss man eher ein bisschen nach Gefühl laufen. Aber auf der Strecke gibt es nicht viele Biegungen, von daher sollte das kein Problem sein.

Das Ebrodelta ist nicht gerade eine touristische Sensation Spaniens. Die Dörfer im Delta werden nur von Einheimischen bewohnt und auch auf dem Campingplatz gab es hauptsächlich Einheimische zu finden. Ein kleines Naturerlebnis war der Besuch aber alle mal wert!

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